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Sonnenuntergang über dem Manstone Rock mit der neuen OM-1 und dem M.Zuiko 150-400mm

Als OM SYSTEM mir ein Leihexemplar der neuen OM1 schickte, wollte ich unbedingt herausfinden, was diese Kamera bei Sonnenuntergang mit dem M.Zuiko 150-400mm-Objektiv leisten kann. Mithilfe einer Sonnenverlaufs-App auf meinem iPad fand ich heraus, wo genau die Sonne hinter dem Manstone Rock auf dem Stiperstones Ridge in Shropshire (Großbritannien) untergeht.

Der wichtigste Faktor war das Wetter, und laut Vorhersage sollte es einen klaren Himmel geben. Oft ist man bei Sonnenuntergang zur richtigen Zeit am richtigen Ort, doch im letzten Moment zieht am Horizont eine Wolkenbank auf. Dadurch verbringe ich viel Zeit frierend in den Bergen von Shropshire, ohne mein Foto in den Kasten zu bekommen. Es mag wie eine Floskel klingen, aber in diesem Spiel ist Durchhaltevermögen unumgänglich.

Als ich an diesem Abend bei dem Wanderweg parkte, der hinauf in die Berge führt, war der Himmel noch blau. Ich hatte die OM1 erst seit ein paar Stunden und hoffte nun, dass sie der Aufgabe gewachsen sein würde. Die Sonne oder den Mond im Großformat in einer Landschaft zu fotografieren, stellt immer eine technische Herausforderung dar. Als ich die richtige Stelle gefunden hatte, bemerkte ich, dass die Sonne sich bereits schräg auf die vier Kilometer Luftlinie entfernte Felsformation zubewegte.

Ich baute das Stativ auf, setzte die doppelte Verlängerung auf das Objektiv und schaltete den eingebauten Telekonverter ein, um eine äquivalente Brennweite zu 2000 mm zu erreichen. Dann machte ich ein paar Testaufnahmen, bei denen ich die Belichtung auf den inzwischen orangefarbenen Himmel ausrichtete. Die Sonne erstrahlte als ein weißglühender, überbelichteter Fleck.

Ich war bereits begeistert davon, mit der OM1 bei 1/32000 Verschlusszeit mit elektronischem Verschluss fotografieren zu können und über den gesamten Rahmen hinweg eine riesige Auswahl an Fokuspunkten zu haben, um mit Hilfe des AF-Joysticks dafür zu sorgen, dass die Felsen scharf eingestellt sind.

Als die Sonne tiefer sank, musste ich sehr schnell vorgehen, den ISO-Wert auf 200 einstellen und stark unterbelichten, bis die Sonne im Bild schließlich in einem satten Gelb erschien. Ich versuchte nicht nur, eine Aufnahme mit extremen Helligkeitsunterschieden im Motiv zu machen, sondern spürte, dass die neue Kamera an ihre Grenzen geriet - 1/26000 Verschlusszeit, F29 und ISO200. Ich wusste, dass die Rohdateien für die Nachbearbeitung einen großen Dynamikumfang bieten würden. So brauchte ich mir keine Sorgen darüber zu machen, dass die Felsen und der Himmel dunkle Schatten aufwiesen. Als die Sonne hinter den Bergkuppen unterging, hoffte ich, dass ich trotz eiskalter Ohren und Finger mein Ziel erreicht hatte. Jetzt musste ich nur noch nach Hause eilen, die Rohdateien öffnen und beten, dass ich die richtigen Einstellungen vorgenommen hatte.

Als ich die Datei auf meinem Bildschirm anzeigte, kam eine sehr ausgeblichene, überbelichtete Sonne zum Vorschein, die Felsen und der Himmel waren jedoch dunkel. All die Farben, die ich mit bloßem Auge gesehen hatte, waren plötzlich verschwunden. Ich machte mir keine Sorgen - gelegentlich wird behauptet, dass ORF-Dateien nicht annähernd so gut wie Vollformatdateien sind, aber meine Erfahrung hat das Gegenteil gezeigt. Ich habe immer eine erfreuliche Flexibilität beobachtet. Es hat sich gezeigt, dass die Entwickler von OM SYSTEM über die Jahre hinweg hart daran gearbeitet haben, Fotografen gute Qualität zum Bearbeiten bieten zu können.

Durch einfaches Senken der Highlights und Erhöhen der Schatten, Schwarz- und Weißstufen erhielt ich ein Endergebnis, das der Landschaft glich, die ich gesehen hatte. Wenn ich solche Momente einfange, habe ich das Gefühl, dass ich mich in Richtung Malerei bewege - mit Licht, Formen und Farben. Ich bin begeistert. Seitdem ich mich 2018 für Olympus entschieden habe, habe ich immer das seltsame Gefühl, dass die Kameras auf meiner Seite und eifrig darauf bedacht sind, mir gefällig zu sein und die bestmöglichen Fotos zu liefern. Dabei kommen mir die Yokai in den Sinn, jene japanischen Shinto-Geister, die manchmal unbelebte Gegenstände bewohnen.

Die OM1 besitzt einen quicklebendigen dieser hilfreichen Geister und ich weiß, dass sie mir auf dem nächsten Teil meiner Reise ein äußerst zuverlässiger Begleiter sein wird.


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