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Kegelrobben auf der Insel Helgoland

OM-D E-M1 Mark II • M.Zuiko Digital ED 12-40mm F2.8 PRO • F5.6 • 1/250 • ISO 200

In der ersten Dezemberwoche ging es für mich und 6 Workshopteilnehmer auf die Insel Helgoland, wo wir 5 Tage lang ein wirklich eindrucksvolles Naturschauspiel beobachten und mit unseren Olympus Kameras festhalten konnten.

Die Insel Helgogland liegt ca. 70km nordwestlich von Cuxhaven entfernt in der Deutschen Bucht und ist auf der Landkarte nur schwer auf den ersten Blick auszumachen, denn ihre Fläche beträgt gerade einmal 4 Quadratkilometer. Unter Tierfotografen und Biologen ist diese Insel sehr beliebt, weil man dort beste Voraussetzungen vorfindet, um Kegelrobben, Seehunde und viele Volgelarten zu beobachten, zu erforschen und zu fotografieren.

Ein besonderes Highlight für Fotografen gibt es zwischen Dezember und Januar, denn in dieser Zeit bekommen die Kegelrobben auf der Insel Helgoland ihre Jungen. Gerne nimmt man dann eine stürmische Überfahrt, Wind, Nässe und Kälte in Kauf, um zu spektakulären und auch sehr intimen Tierfotos und -videos zu bekommen.

OM-D E-M1 Mark II • M.Zuiko Digital ED 300mm F4.0 IS PRO + M.Zuiko Digital 1.4x teleconverter MC‑14 • F5.6 • 1/400 • ISO 800

Wind und Nässe können in dieser Jahreszeit dem Kameraequipment und auch einem selbst beim Fotografieren ganz schön zusetzen. Deswegen sollte man sich gut vorbereiten, um mehrere Tage unbeschadet und mit Freude stundenlang, auf dem Bauch liegend, Kegelrobben zu fotografieren.

Mit der OM-D E-M1 Mark II und den M.Zuiko Pro Objektiven ist man bestens gerüstet, denn Spritzwasserschutz, Staubschutz, Frostsicherheit, robuste Bauweise und Beweglichkeit sind das A und O für gelungene Aufnahmen und eine funktionierende Ausrüstung. Meine Olympus Ausrüstung hat mich selbst unter widrigsten Bedingungen noch nie im Stich gelassen und das ist mit ein Grund, warum ich Olympus seit mehr als 15 Jahren treu geblieben bin!

Was die Beweglichkeit betrifft, macht es einen riesen Unterschied, ob man mit einem sperrigen Stativ und großer und vor allem schwerer Vollformatausrüstung aus Kniehöhe fotografieren muss, oder auf Augenhöhe mit den Kegelrobben liegend, mit leichtem Equipment aus der Hand fotografieren kann. Die Bauchperspektive ermöglicht eindrucksvollere und spannendere Tieraufnahmen, die aus etwas höherer Position schon wieder ganz anders wirken.

OM-D E-M1 Mark II • M.Zuiko Digital ED 300mm F4.0 IS • F4.0 • 1/160 • ISO 1600

Das M.Zuiko Digital ED 300mm F4.0 Pro ist auf Helgoland das Brot und Butter Objektiv schlechthin, denn man kommt an die Kegelrobben nur bis etwa 30m heran. Manchmal kommt sogar zusätzlich der MC14 Telekonverter zum Einsatz, um die Tiere formatfüllend in den Sucher zu bekommen. Man fotografiert dann mit 420mm aus der Hand, was einer Kleinbildbrennweite von sage und schreibe 840mm entspricht. Der Sync-IS bringt hier wesentliche Vorteile und es zeigen sich ganz eindeutig die Stärken des Micro-Four-Thirds Systems im Vergleich zu Systemen mit größeren Sensoren, denn abgesehen vom Gewicht, schlägt auch der immens höhere, meist 5-stellige Preis für solche Brennweiten zu Buche und deshalb sieht man nur sehr wenige Fotografen auf Helgoland, die mit vergleichbarem Equipment ihre Fotos machen. Die meisten fotografieren mit Zoombrennweiten zwischen 100-400mm, die noch halbwegs leistbar sind und können aus der möglichen Distanz von 30m die Tiere nicht formatfüllend aufnehmen. Was übrig bleibt ist, einen größeren Bildausschnitt aufzunehmen und die Bilder anschließend in der Bildbearbeitung zu schneiden, was aber den vermeintlichen Vorteil von größeren Sensoren wieder zunichte macht. Ein 300mm Pro von Olympus ist bei mindestens gleicher Leistung vergleichsweise günstig und so finden viel mehr Fotografinnen und Fotografen einen leistbaren Zugang zur immer beliebter werdenden Tierfotografie.

Was die mögliche Distanz für Tieraufnahmen auf Helgoland betrifft, so ist man diesbezüglich eingeschränkt, denn versucht man den Tieren näher als 30m zu kommen, wird man entweder von den Rangern, die auf die Fotografen "aufpassen", zurückgehalten, oder einem wird von den Kegelrobben selbst unmissverständlich klargemacht, dass man zu weit gegangen ist. Es kann dann in seltenen Fällen sogar vorkommen, dass man schnell auf den Beinen sein muss um sich rasch zu entfernen, denn obwohl die Tiere etwas plump und tollpatschig erscheinen, können sie sich an Land ziemlich schnell fortbewegen. Ein Bulle mit ca. 300kg kann an Land bis zu 20km/h erreichen!

OM-D E-M1 Mark II • M.Zuiko Digital ED 300mm F4.0 IS PRO • F4.0 • 1/200 • ISO 1600

Equipment- und Aufnahmetipps:

1.) Auf Helgoland brauchen Sie auf jeden Fall eine spritzwasser- und staubgeschützte Kamera! Wenn der Wind so richtig bläst, weht ihnen und Ihrer Kamera nicht nur die Gischt vom Meer um die Ohren, sondern auch der Sand, der über den Boden gepeitscht wird. Eine E-M1 Mark II und die M.Zuiko Pro Objektive überstehen das mit einem Augenzwinkern, wo andere Gerätschaften *** in Plastiksäcke eingepackt werden. Hin und wieder erntet man unter solchen Bedingungen als Olympus Fotograf neidvolle Blicke von anderen Fotografen.

2.) Verwenden Sie unbedingt einen Schutzfilter für die Frontlinse Ihrer Objektive. Empfehlenswert ist aus meiner Sicht der Original Schutzfilter von Olympus, da er die gleiche Vergütung besitzt, wie die Objektive selbst und so die Bildqualität der Objektive auch mit Filter erhalten bleibt. Auf Helgoland kommt man nicht umhin, öfter mal Objektive zu reinigen, da man ständig "eingedreckt" wird und die Frontlinse sauber halten muss.

OM-D E-M1 Mark II • M.Zuiko Digital ED 300mm F4.0 IS PRO + M.Zuiko Digital 1.4x teleconverter MC‑14 • F5.6 • 1/800 • ISO 1600

3.) Besorgen Sie sich wasserfeste und warme Kleidung und Stiefel. In meinem Fall habe ich mir einen Thermoanzug aus dem Fischereibedarf und Canadian boots besorgt, die mich auch an kalten und nassen Tagen ohne Probleme warm und trocken halten. Der Spaß vergeht rasch, wenn einem beim Fotografieren kalt wird.

4.) Fotografieren Sie im Manuellen Modus und stellen Sie die LV-Erweiterung für manuelle Aufnahmen auf "AUS", damit Sie im Sucher bzw. am Monitor die Helligkeit Ihrer Aufnahmen schon vor der Aufnahme beurteilen können. (Menü D2 - LV Erweiterung - Manuelle Aufnahme - AUS).
Solange sich das Licht nicht verändert, können Sie oft mit den gleichen Einstellungen fotografieren und müssen in der Nachbearbeitung nicht jedes Bild einzeln korrigieren, falls einmal die Belichtung leicht daneben liegen sollte, können Sie so die Korrektur bei einem Bild aus einer Serie vornehmen und die Einstellungen ganz einfach auf die anderen Bilder übertragen. Man erspart sich damit eine Menge Arbeit und aus Erfahrung kann ich Ihnen sagen, dass sehr viele Bilder auf Helgoland zusammenkommen.

OM-D E-M1 Mark II • M.Zuiko Digital ED 300mm F4.0 IS PRO • F4.0 • 1/250 • ISO 800

5.) Lassen Sie sich Zeit beim Fotografieren. Beobachten Sie die Tiere zuerst eine Weile und studieren Sie ihre Verhaltensweise. Lassen Sie die Eindrücke auf sich wirken, bevor Sie auf den Auslöser drücken. Schießen Sie nicht drauflos. Sie werden sehen, dass Ihre Aufnahmen noch besser werden, wenn Sie ruhig an die Sache herangehen und das Fotografieren so richtig genießen. Slow Photography ist die Devise.

6.) Nehmen Sie genügend Speicherkarten mit.

7.) Vom Akkuverbauch her kann ich über die E-M1 Mark II nur Gutes berichten. Wir sind pro Tag mit maximal 2 Akkus problemlos ausgekommen. Nehmen Sie vielleicht noch einen dritten Akku als Reserve mit. Wenn Sie mit größeren Objektiven, wie dem M.Zuiko 300mm F4.0 Pro fotografieren, empfehle ich für einen besseren "grip" auf jeden Fall der HLD-9 Batteriegriff.

Verwendete Produkte:

OM-D E-M1 Mark II
M.Zuiko Digital ED 300mm F4.0 IS PRO
M.Zuiko Digital 1.4x teleconverter MC‑14
M.Zuiko Digital ED 12-40mm F2.8 PRO

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